Mit gutem Beispiel voran - Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit ist Chefsache

„Auch das noch!“ Alex Singer merkt, wie sein Blutdruck steigt. Eigentlich lag der Bauhofleiter heute gut in der Zeit, wollte endlich einmal pünktlich Feierabend machen. Doch jetzt muss er sich mit dem Thema Arbeitsschutz befassen. In zwei Wochen kommt Rainer Toledo von der Unfallkasse, um sich ein Bild vom Stand des Arbeitsschutzes in der Gemeindeverwaltung zu machen.

Arbeitsschutz ist Teamwork

Obwohl Singer die einzelnen Vorgaben und Zuständigkeiten mit den anderen Führungskräften schon vor Wochen Punkt für Punkt besprochen hatte: „Arbeitsschutz ist doch Sache der Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsärztin – beide nehmen an den Sitzungen des Arbeitsschutzausschusses teil“, hatte Singer argumentiert. Er selbst habe schließlich keine Zeit, sich alle Vorschriften und Gesetze anzusehen: Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz, Arbeitsstättenverordnung, Betriebssicherheitsverordnung und nicht zu vergessen die DGUV Vorschriften 1 und 2. Der Kollege von der Amtsleitung beruhigt Singer. „Du musst die Gesetze nicht selbst von vorn bis hinten kennen. Du musst nur wissen, welche relevant sind und wer wofür zuständig ist“, erklärt er.

Verantwortung systematisch im Blick

Noch in der Sitzung gehen sie durch, welche Aufgaben jede Führungskraft in puncto Arbeitsschutz hat. Klar ist: Die oberste Verantwortung liegt bei der Bürgermeisterin, die zuständig ist für den Bauhof. Aber wer selbst Personal führt, hat automatisch Pflichten für Sicherheit und Gesundheit zu erfüllen. Und manche Aufgaben hat die Bürgermeisterin explizit – also schriftlich – an ausgewählte Personen übertragen. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und die Betriebsärztin zählen nicht dazu, aber sie beraten die Gemeinde. Zu dieser betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung ist jeder Betrieb verpflichtet, der jemanden beschäftigt.

Beratung inklusive

Alex Singer ist überrascht, als Rainer Toledo ihn nicht nach dem fehlenden Ersthelfer, sondern nach der „Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung“, kurz „GB Psyche“, fragt. Ob er denn nichts mit dem Thema Präventionskultur anfangen könne, will Toledo wissen. Da muss der Bauhofleiter passen. Die „GB Psyche“ ist nicht nur gesetzlich verankert. Die Unfallkasse bietet dazu kompetente Beratung an. Wie die Gemeindeverwaltung das angehen kann, wird Toledo mit der Bürgermeisterin besprechen. 

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier:

topeins.dguv.de
 

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