Straßenmeisterei – Arbeiten im laufenden Betrieb

Bei der Straßenmeisterei Bad Arolsen gehört der Arbeitsschutz zu jedem Einsatz. Harald Goldfuss ist Gerätehof-Verwalter bei der Straßenmeisterei im hessischen Bad Arolsen. Er hält die Arbeitsgeräte in Ordnung und achtet darauf, dass sich sämtliches Material am richtigen Platz befindet Alles ist genau beschriftet. Ordnung und Sauberkeit spielen hier eine große Rolle.

Dabei sorgt er nicht nur für Ordnung, sondern hat als einer von zwei Sicherheitsbeauftragten der Straßenmeisterei auch die Arbeitssicherheit im Auge. Es fällt ihm gleich auf, wenn der Stiel einer Kreuzhacke aufgeplatzt ist oder sich an einer Brechstange eine scharfe Kante herausgebildet hat.

Sicherheit im Umgang mit Arbeitsgeräten ist bei den Tätigkeiten der Straßenmeisterei unerlässlich – und sie muss gelernt sein. Die Beschäftigten erhalten aus diesem Grund für jedes Gerät eine Einweisung. Betriebsanweisungen ergänzen die Vorkehrungen.

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat in seinen „Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“ genau vorgeschrieben, welche Warnhinweise in welcher Situation wie platziert werden müssen. Die Gefahren, denen die Beschäftigten ausgesetzt sind, beschränken sich nämlich keineswegs auf den Umgang mit technischem Gerät.

Die Gefahr, die von den Verkehrsteilnehmenden ausgeht, ist für die Straßenwärter die größte.  Auch Hessen Mobil – so heißt die für die Straßenmeistereien zuständige Landesbehörde – und die Unfallkasse Hessen haben die Risiken, die vom Straßenverkehr ausgehen, aufgegriffen. So wurde im Jahr 2015 ein spezieller Risikoparcours für Straßenmeistereien konzipiert. Es handelt sich hierbei um die Weiterentwicklung einer praxisnahen Trainingsanlage, die ursprünglich auf Autobahnarbeiten ausgerichtet war.

Weitere Herausforderungen stellen für die Straßenwärter die Gefahren dar, die durch die Jahreszeiten bedingt sind. Im Winter kann beispielsweise die Zahl der Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle steigen, wenn der Boden matschig ist. Das Land Hessen hat dies erkannt und in einem Unterweisungskonzept aufgearbeitet. Die Unterweisungen gliedern sich nach den jahreszeitbedingten Gefährdungen.

Doch ganz gleich, ob Sommer oder Winter: Die Straßenwärter tragen stets Schutzkleidung mit langen Hosen und Jacken in Signalfarbe, um sich zu schützen und gut sichtbar zu sein. Persönliche Schutzausrüstung ist jederzeit gegenwärtig. Darauf achten ganz besonders die Sicherheitsbeauftragten.

 

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https://aug.dguv.de/sicherheit-gesundheit/2019-02/die-meister-der-strassen/

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