Absturzunfälle sind die schwersten Arbeitsunfälle © Roman023_photography / Shutterstock

Absturzunfälle sind die schwersten Arbeitsunfälle

Trotz der niedrigen Höhe beim Sturz vom LKW heilen Gelenkbrüche, Bänderrisse und andere Verletzungen trotz bester Behandlung in den BG Unfallkliniken nicht mehr vollständig aus, sodass die Betroffenen langfristig eingeschränkt sind. Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt eine aktuelle Auswertung der BG Verkehr.

Von einem Arbeitsunfall durch Absturz spricht man, wenn jemand aus mehr als einem Meter schwer stürzt.  Wann wird ein Unfall als schwer bezeichnet? Dafür gibt es – je nach Fragestellung – unterschiedliche Kriterien. Dauer der Arbeitsunfähigkeit, Dauer der stationären Behandlung oder medizinische Bewertungsskalen für Verletzungsarten. Abgesehen von tödlichen Arbeitsunfällen gelten jene Unfälle als besonders schwer, die dazu führen, dass die Erwerbsfähigkeit auf Dauer um mindestens 20 Prozent eingeschränkt ist. Das heißt, der Betroffene leidet sein Leben lang unter den Unfallfolgen. Nach dem Unfall kann er zum Beispiel so in seiner Beweglichkeit eingeschränkt sein, dass er seinen Beruf aufgeben muss.

Bei derart schwerwiegenden Unfallfolgen zahlt die gesetzliche Unfallversicherung eine Unfallrente. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die neuen Rentenfälle aus dem Jahr 2014 im Detail analysiert. Dabei hat sich gezeigt, dass bundesweit und über alle Branchen hinweg 2.703 neue Unfallrenten auf den Unfallhergang „Absturz einer Person“ zurückzuführen waren. Bei 327 (12 Prozent) der verunfallten Personen handelte es sich um „Fahrer schwerer Lkw“. Damit waren Lkw-Fahrer die mit Abstand am häufigsten betroffene Berufsgruppe, gefolgt von Dachdeckern (145), Bauelektrikern (140) und Maurern (125). Oder anders formuliert: Auf Baustellen ereignen sich wie erwartet insgesamt die meisten Absturzunfälle, aber im Vergleich der einzelnen Berufsgruppen sind Berufskraftfahrer die traurigen Spitzenreiter.

Die BG Verkehr hat in zwei Stichproben etwa 1.000 Arztberichte und Unfallanzeigen zu meldepflichtigen Arbeitsunfällen ausgewertet. Analysiert wurden Unfälle, die sich beim Be- und Entladen schwerer Lkw ereigneten. Hier zeichnen sich drei typische Unfallsituationen ab.

  1. Sturz von Ladeflächen und Fahrzeugaufbauten
  2. Absturz beim Einsteigen ins Fahrerhaus und beim Aussteigen
  3. Sturz von der Leiter


Den ganzen Artikel finden Sie unter:

www.bg-verkehr.de/medien/news/2019/ausgabe-9-2019/aktuell/unterschaetzte-gefahr-absturz-vom-lkw

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