BGW Studie „Gemeinsam hoch hinaus“ © Josefsheim gGmbH / Jürgen Mies

BGW-Studie „Gemeinsam hoch hinaus“

Klettern und Behinderung – ein Widerspruch? Ganz im Gegenteil, wie die Studie „Klettern – Gemeinsam hoch hinaus“ zeigt. Die European Platform for Rehabilitation (EPR) hat nun das Josefsheim Bigge als Erprobungspartner der Studie mit dem EPR-Innovationspreis ausgezeichnet.

An der Studie nahmen Menschen mit einer kognitiven Einschränkung, sinnesbeeinträchtigte Personen und eine Rollstuhlfahrerin teil. Für sie alle ging es zehn Monate lang zweimal pro Woche in eine Kletterhalle. Begleitet von einem Klettertrainer bereiteten sie sich so auf die Prüfung vor. Die Prüfungsinhalte waren zum Beispiel sichere Knotenkenntnisse, Wissen über Sicherungsgeräte, Klettererfahrung auf Routen bis zwölf Meter und Partnercheck. Einige der Teilnehmenden schlossen den Kurs sogar mit einem Kletterschein ab.

Klettern fördert Teilhabe

Durch das Klettern werden zahlreiche Teilhabe- und Förderziele erreicht. Es werden Fähigkeiten auf motorischer, psychischer und sozialer Ebene geschult, die auch im beruflichen Alltag notwendig sind. Darüber hinaus werden persönliche Eigenschaften wie Mut, Vertrauen, Willensstärke und Entschlossenheit durch das Klettern gestärkt. Jede dieser Eigenschaften trägt auch zu einem veränderten Bewusstsein für Sicherheitsaspekte im Berufsalltag bei und hat positive Auswirkungen auf die tägliche Arbeitssicherheit.

Europäische Wertschätzung für das Projekt

Die Studie „Klettern – Gemeinsam hoch hinaus“ erhält nicht nur durch die Anerkennung der EPR große Wertschätzung in ganz Europa. Andere Reha-Dienstleister sind bereits an den Ergebnissen der Studie interessiert und möchten das Klettern ebenfalls in ihr Angebot aufnehmen.


Mehr Informationen finden Sie unter:

https://www.bgw-online.de/DE/Presse/Pressearchiv/2019/PM-Innovationspreis-Josefsheim-Bigge.html

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