Wehren gegen Sexismus auch am Arbeitsplatz © shutterstock / Fure

Wehren gegen Sexismus auch am Arbeitsplatz

Von Vorgesetzten gehen nicht einmal halb so oft sexuelle Belästigungen aus wie von Kolleginnen und Kollegen gleicher Hierarchieebene. Auch Kunden werden häufiger übergriffig als Führungskräfte – das brachte eine Umfrage der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Jahr 2015 zutage.
 
Vor allem aber macht die Befragung klar: Die Hälfte der Beschäftigten in Deutschland kennt Situationen, die als sexuelle Belästigung einzustufen sind. Vor allem Frauen werden zur Zielscheibe, aber auch Männer sowie transsexuelle und transidente Personen. Die Belästigung geht bei allen Zielgruppen meistens von Männern aus.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz sanktioniert jede Form von sexuellen Übergriffen (§ 12 AGG). Für Arbeitgebende und Führungskräfte heißt das:  Sie haben die Pflicht, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Allerdings hat die Umfrage des Bundes auch gezeigt, dass nur fünf von hundert Beschäftigten diesbezüglich ihre Rechte kennen.
 
Wo liegt im täglichen Umgang die Grenze zur sexuellen Belästigung? „Menschen können unterschiedlich wahrnehmen, was sexuelle Belästigung ist“, erklärt Dr. Heike Schambortski, Präventionsexpertin der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). 

Wer eine Situation als übergriffig empfindet, sollte sofort reagieren:

  1. Aussprechen, was gerade passiert ist 
  2. Sagen, was das mit einem macht 
  3. Fordern, was das Gegenüber zukünftig tun oder lassen soll

Der Schutz vor sexueller Belästigung ist Teil betrieblicher Prävention“, erklärt dazu Dr. Schambortski. „Ein guter Einstieg sind Leitlinien, die nach innen und außen kommuniziert werden.“

Den ganzen Text finden Sie unter:

https://topeins.dguv.de/sicher-gesund-fuehren/sexuelle-belaestigung-stopp/

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