Wie Führungskräfte für Entspannung sorgen © Getty Images / BLAZEJLYJAK.COM

Wie Führungskräfte für Entspannung sorgen

Herr Dr. Weigelt, wenn ich eine Aufgabe am Freitag nicht abschließen kann – soll ich sie dann bis zum Montag liegen lassen oder lieber am Wochenende erledigen? 

Das kommt drauf an. Generell sollte natürlich das Wochenende für die Erholung reserviert sein. Wenn ich dann aber zwei Tage lang über die nicht erledigte Aufgabe grübele, stört das meine Erholung. Unter diesen Umständen kann es gut sein, die Aufgabe zuhause zu erledigen und dann den Kopf frei zu haben. 

Sie haben zu diesem Thema eine Studie vorgestellt. Worum ging es?
 
Wir wollten wissen, unter welchen Umständen sich die negativen und positiven Effekte von Freizeitarbeit die Waage halten und unter welchen Umständen es sogar besser sein kann, am Wochenende zu arbeiten.

Welche Empfehlungen haben Sie an Führungskräfte und Betriebe, damit die Beschäftigten sich besser erholen können? 

Da gibt es vor allem strukturelle Hebel, besonders in der Arbeitsorganisation. Die Führungskraft sollte die Arbeitsmenge und die Ressourcen im Blick haben und gut verteilen. Außerdem ist es wichtig, die Beschäftigten besser für ihre oder zusätzliche Aufgaben zu qualifizieren. Auch das kann entlastend wirken. Außerdem sind Führungskräfte immer Vorbilder und sollten bei sich selbst anfangen. 

Und was können Beschäftigte selbst tun?

Hilfreich, wenn man schlecht ins Wochenende kommt, sind zum Beispiel Übergangsrituale: das kann ein gedanklicher, oder sogar ein konkreter Schlussstrich sein. Die Person kann außerdem am Ende des Arbeitstages die unerledigten Aufgaben kurz aufschreiben und auch notieren, wie diese am nächsten Tag oder nach dem Wochenende gelöst werden können. Das macht den Kopf frei für das Wochenende.
 
Aber am Ende sollte doch die Arbeit so organisiert sein, dass Freizeitarbeit vermieden wird? 

Natürlich ist das der Idealzustand. Und auch hier sind die Führungskräfte wiedergefordert: gute Personal- und Auftragsplanung, ein realistischer Überblick über die aktuellen Belastungen und eine gute Kommunikation mit den Beschäftigten sind wichtig. 

 

Das ganze Interview finden Sie unter:

www.topeins.de 

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