Fit wenn's brenzlig wird

Fit wenn‘s brenzlig wird

Was vor einem Jahr nur ein flapsiger Spruch war, wurde im Laufe der letzten sechs Monate ziemlich ernst – beim Marathon mitmachen – im kompletten Schutzanzug. 15 kg Gewicht und Hitzestau sind dabei die beiden größten Herausforderungen. Acht Feuerwehrleute teilen sich beim Staffellauf die 42,195 Kilometer. Das Ziel: Spenden für Paulinchen e.V. zu sammeln- einer Initiative für brandverletzte Kinder. Das Besondere: Die Aktion machen Angehörige der Freiwillige Feuerwehr und Berufsfeuerwehr zusammen.

Ihr seid Helden

Ihr seid Helden

Auch wenn das nicht die Absicht war, auf dem Weg zum Start riefen vorbeigehende Passanten ihre Begeisterung heraus und auch andere Läufer während des Laufs zollten den Feuerwehrleuten in Uniform uneingeschränkt Respekt. „Wir sind die Feuerwehr und wir geben zusammen alles“ sagt Frank Frenser von der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Berufsfeuerwehr auf die Frage, ob es Konkurrenz gäbe zwischen den beiden Feuerwehren. Für Sebastian Sedlacek, der bei der Berufsfeuerwehr für die Bearbeitung von Bauanträgen zuständig ist, ist die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlern ein Miteinander auf Augenhöhe: „Grundsätzlich arbeiten wir Hand in Hand. Wir vertrauen ihnen vollkommen, schließlich bilden wir sie auch aus. Da ist es nur folgerichtig, dass wir auch zusammen die Aktion mit dem Marathon machen." So gingen am Sonntag fünf von der Freiwilligen Feuerwehr und drei von der Berufsfeuerwehr zusammen an den Start. Damit nicht nur gefühlsmäßig, sondern auch versicherungstechnisch alles in Ordnung ist, mussten die Läuferinnen und Läufer im Vorfeld in Uniform trainieren, um zu beweisen, dass sie tatsächlich fit genug sind fünf Kilometer in Schutzkleidung zu laufen.

„Wir sind die Feuerwehr und wir geben zusammen alles“

Als buntes Team zusammen laufen - das Wir wird gestärkt

Der 19. Bonn Marathon ist etwas Besonderes für die Feuerwehrleute, nicht nur wegen ihrer eigenen Aktion und der Tatsache, dass knapp 14.000 Aktive mitliefen und etwa 200.000 Zuschauer entlang der Strecke standen, sondern auch weil der stellvertretende Amtsleiter Carsten Schneider mitläuft, und den Staffellauf beginnt. Für Frank Frenser ist das wichtig: „Für junge Kolleginnen und Kollegen ist das doch toll, wenn ein Kollege aus der Amtsleitung bei so einer Veranstaltung mitmacht. Normalerweise hat man nicht so viel Kontakt, sondern sieht sich nur aus der Ferne bei einem Großeinsatz. Die Führung ist halt auch Vorbild – Vorleben ist besser als Vorsagen. Durch so eine Aktion wächst man als Team einfach besser zusammen.“ Für Carsten Schneider ist der Lauf aus mehreren Gründe toll: „So eine Aktion schweißt zusammen und die Resonanz, die wir auch von den Zuschauerinnen und Zuschauern bekommen, ist unglaublich.“

Als buntes Team zusammen laufen - das Wir wird gestärkt

„So eine Aktion schweißt zusammen und die Resonanz, die wir auch von den Zuschauerinnen und Zuschauern bekommen, ist unglaublich.“

Wenn der Dienstrang egal ist

Was sie alle verbindet ist die Begeisterung für das Laufen. Die gelungene Mischung aus Privatveranstaltung aber in Arbeitskleidung ist eine gute Übung für den Alltag. Sebastian Sedlacek: „Wir sind gezwungen fit zu sein, damit normales Arbeiten möglich ist und wir einsatzfähig sind, denn in einem normalen Einsatz wiegt die gesamte Schutzkleidung mit Werkzeug bis zu 20 Kilogramm.“ Das Training für den Marathon ist eine Möglichkeit für die Feuerwehrwehrleute aus Bonn fit zu sein, wenn’s wirklich brenzlig wird.

Wenn der Dienstgrad egal ist
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