Pro und Contra digitaler Schutzausrüstungen

Pro und Contra digitaler Schutzausrüstungen

Eine der Besonderheiten von sogenannter smarter Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gegenüber der herkömmlichen PSA: „Eine smarte PSA leistet mehr. Sie überwacht beispielsweise das Herz-Kreislauf-System und warnt vor Überlastung – wie bereits bei einigen Feuerwehren im Einsatz.“, erklärt Professor Frank Werner, Leiter des Fachbereichs Persönliche Schutzausrüstungen bei der DGUV.

Die vom Schutzanzug gemessenen Daten sagen aber erstmal nichts über den tatsächlichen Zustand der Person aus, die die PSA trägt. Deshalb ist es wichtig, dass die nackten Daten richtig interpretiert werden.

Aber in der Praxis geht es auch deutlich einfacher. Für den Einsatz auf Baustellen werden beispielsweise die Zugangskontrolle und die Überprüfung, ob die Beschäftigten die richtige PSA tragen, miteinander vernetzt. So kann nicht nur unbefugtes Betreten der Baustelle unterbunden, sondern gleichzeitig sichergestellt werden, dass die Beschäftigten auf der Baustelle die Schutzausrüstung auch tatsächlich tragen.

Jedoch findet hier auch eine Form der Überwachung statt, die Fragen aufwirft: Was passiert mit den Daten, die der Helm, der Handschuh, der Schutzanzug erfasst? Wie werden die Daten übertragen, verarbeitet, gespeichert, interpretiert?

Umfangreiche Betroffenenrechte

Und dann ist da noch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die 2018 europaweit in Kraft trat. Sie setzt einen Rahmen für den Einsatz von smarter PSA. So muss jede Datenverarbeitung immer für einen bestimmten Zweck im Interesse des Unternehmens erforderlich sein. Das unspezifische Sammeln von Beschäftigtendaten ist nicht erlaubt. Zudem wird jede neue Entwicklung von PSA-Herstellern auch auf ethische und Datenschutzaspekte hin geprüft.

 

Den ganzen Artikel finden Sie unter:

topeins.dguv.de

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