Logo mit der Aufschrift "Reha-Preis 2020" und drei bunten Händen rechts. © BG RCI

BG RCI verleiht Reha-Preis

Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) hat in diesem Jahr zum dritten Mal den Reha-Preis für vorbildliche Wiedereingliederung ins Arbeitsleben vergeben. Er zeichnet Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber aus, die sich in besonderer Weise für die berufliche Wiedereingliederung von verletzten oder erkrankten Versicherten einsetzen.

Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis ging in diesem Jahr an die Sämann Stein- und Kieswerke GmbH & Co. KG im baden-württembergischen Mühlacker. Den zweiten Preis mit 3.000 Euro erhielt die Wismut GmbH, Bereich Sanierung Ronneburg.

Rainer Hippler, Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Reha- und Berufskrankheitenausschusses der BG RCI, gratulierte den Preisträgern bei der Bekanntgabe im Rahmen der virtuellen Vertreterversammlung am 24. November 2020. „Für die verletzten oder erkrankten Beschäftigten ist der Rückhalt ihres Arbeitgebers ein ganz wichtiger Faktor bei der Heilung und Rehabilitation. Zu wissen, dass sie weiterhin einen Arbeitsplatz haben, gebraucht und gewollt werden, gibt Kraft und Motivation für den oft beschwerlichen Heilungsprozess“, betonte Hippler.

Ein Mitarbeiter der Sämann Stein- und Kieswerke war 2017 rückwärts in eine Montagegrube gestürzt und hatte sich dabei schwer verletzt. Aufgrund der Unfallfolgen konnte der Betriebsschlosser, der seit 20 Jahren bei der Firma arbeitet, seine vorherige Tätigkeit nicht weiter ausüben. Daher richtete das mittelständische Familienunternehmen, das in diesem Jahr sein 90. Jubiläum feierte und derzeit 70 Beschäftigte hat, eigens eine neue Stelle für seinen verunfallten Mitarbeiter ein. Seit Oktober 2019 kann er dort wieder in Vollzeit arbeiten. Dieses Engagement zeichnete die BG RCI mit dem 1. Platz des Reha-Preises 2020 aus.

Der 2. Platz ging an die Wismut GmbH in Ronneburg. Ein als Baggerfahrer beschäftigter Mitarbeiter kollidierte 2018 auf dem Weg zur Arbeit auf seinem Motorrad mit einem PKW und verletzte sich dabei schwer. Erst nach einem Jahr Reha-Maßnahmen konnte der Versicherte schrittweise in sein bisheriges Tätigkeitsfeld wiedereingegliedert werden. Dank umfangreicher organisatorischer Maßnahmen, wie ein individueller Baggerstellplatz auf ebenem Gelände, zu dem er von Kollegen transportiert wird, konnte er trotz seiner schweren Verletzungsfolgen weiterhin als Baggerfahrer arbeiten.

Nach einem Arbeitsunfall oder nach Anerkennung einer Berufskrankheit ist für die Betroffenen neben der medizinischen Versorgung die Wiederaufnahme der bisherigen oder einer anderen geeigneten Tätigkeit sowie die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben außerordentlich wichtig. Der Genesungsprozess wird dadurch entscheidend beeinflusst. Die Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) würdigt daher mit dem Reha-Preis jährlich das Engagement von Unternehmen, die sich in besonderem Maße für die Wiedereingliederung verletzter oder erkrankter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient gemacht haben.

Einen Film zum Rehapreisträger sehen Sie hier.

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