Collage zur Abfallentsorgung mit einer Fachkraft zur Abfallentsorgung vor einem Abfallcontainer © IFA

Fakten rund um den Arbeitsplatz Abfallunternehmen

626 Kilogramm Abfall pro Person und Jahr werden in Deutschland eingesammelt, abtransportiert, verwertet oder beseitigt. Die das tun, arbeiten heute oft unbefristet, in Vollzeit und sind anständig bezahlt. Ein guter Arbeitsplatz bis zur Rente also? Ja, bis auf ein paar echte Herausforderungen in Sachen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

Auch Abfall unterliegt Wandel. Denn wie wir denken, leben und konsumieren, hat Einfluss auf Art und Umfang unserer Abfälle. Abfall vermeiden und rückgewinnen lautet das Gebot der Stunde. Ergo verändern sich Aufgaben und Schwerpunkte der Abfallbranche und mit ihnen die Anforderungen an personelle wie technologische Voraussetzungen. Von selbstfahrenden Tonnen über
digitale Revierplanung bis zu künstlicher Intelligenz in der Wertstoffsortierung gibt es viel Anlass für die Beschäftigten der Branche, sich um die Zukunft ihrer Arbeit zu sorgen. Angst vor Arbeitsplatzverlust paart sich hier schnell mit Angst vor Überforderung durch neue Steuerungs- und Überwachungsaufgaben.

Mehr Dienstleistung, weniger (Fach)kräfte.  Wirtschaftlicher Wettbewerb einerseits und neue Wünsche einer dienstleistungsgewöhnten Gesellschaft andererseits führen dazu, dass das Leistungsangebot der Abfallbranche – insbesondere bei der Entsorgung – komplexer und aufwendiger wird. Stress, ob durch Zeitdruck, Angst oder Überforderung, trifft dann auf den Belastungsfaktor Nummer 1 in der Branche: körperliche Anstrengung.

Arbeiten in Zeiten von Biotonne und Wertstoffsortierung, bedeutet auch Belastung durch Gerüche oder Schimmelsporen und andere luftgetragene Biostoffe. Mögliche Folgen: Schleimhautreizungen oder sogar chronische Erkrankungen der Atemwege. Und wer glaubt, die viele Arbeit an frischer Luft trage ausschließlich zur Gesunderhaltung der Betroffenen bei, der sei an zwei hoch aktuelle Umweltthemen erinnert, die die Beschäftigten der Entsorgungsbranche in besonderem Maße betreffen: Dieselmotoremissionen mit ihren teils krebserzeugenden Inhaltsstoffen und ultraviolette Sonnenstrahlung mit ihrem hautschädigenden Potenzial. 

Dass es Handlungsbedarf gibt, zeigt auch ein Blick auf den Krankenstand: Der gehörte 2017 mit knapp 26 Fehltagen pro Person zu den höchsten im Land. 98 Prozent der Beschäftigten der Abfallsammlung scheiden zudem bereits vor dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters aus ihrem Beruf aus.

Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Zur Bestellliste hinzugefügt
zur Bestellübersicht (0)