Ein älterer Mann sitzt im Homeoffice am Schreibtisch vor einem aufgeklappten Laptop, hält mit der rechten Hand einen Stift und fasst sich mit der linken Hand an die Stirn, während rechts im Hintergrund ein Kind weint © ljubaphoto/iStock.com


22.01.2021

Corona und Homeoffice: So können Betriebe jetzt die psychische Belastung ermitteln

Die aktuelle Pandemie hat in vielen Betrieben zu tiefgreifenden Veränderungen geführt. Eine umgestellte Arbeitsorganisation, ein anderer Arbeitsplatz und abweichende Arbeitszeiten haben Auswirkungen auf die innerbetriebliche Kommunikation und das soziale Miteinander. Die veränderte psychische Belastung kann zum Risiko für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten werden.

Deshalb hat die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) ihr Online-Tool zur Ermittlung psychischer Belastung um die Themen Corona und Homeoffice ergänzt. „Wir wollen damit Betriebe in die Lage versetzen, diese Belastung zu erfassen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung zu entwickeln“, erläutert Isabell Kuczynski, Arbeitspsychologin bei der BG ETEM.

Insgesamt werden sieben Themen mit Corona-Bezug angesprochen. Zum Beispiel wird thematisiert, ob die Befragten durch Corona zu wenig Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen haben. Insgesamt acht Aussagen gehen auf die Situation im Homeoffice ein. So bewerten die Befragten etwa, ob Ziele und Erwartungen an ihre Arbeit im Homeoffice geklärt sind – ähnlich der Checkliste zur Prüfung der Arbeitsbedingungen im Homeoffice vom IAG.

Isabell Kuczynski weist darauf hin, dass es entscheidend sei, aus den Erkenntnissen der Befragung auch tatsächlich konkrete Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. „Dazu bieten wir unseren Mitgliedsbetrieben“, so die Arbeitspsychologin, „zahlreiche Werkzeuge und persönliche Beratung an.“

Weitere Informationen zur Herausforderung Homeoffice und welche Arbeitsbedingungen die Arbeit erleichtern können, finden Sie im Angebot der Website der DGUV.

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