Prävention als Maßnahme

Betriebliche Pandemieplanung gegen die Ausbreitung des Coronavirus

 

Für den Umgang mit der Ausbreitung des Coronavirus sind Impulse von Führungskräften und der Unternehmensleitung erforderlich. Hier greifen die Handlungsfelder der kommmitmensch-Kampagne ineinander: Gute Führung und Kommunikation sowie die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Vorbeugemaßnahmen sind ausschlaggebend für eine Kultur der Prävention und damit Sicherheit und Gesundheit im Betrieb.

Auch im Fall einer Pandemie bieten die sechs Handlungsfelder der kommmitmensch-Kampagne wesentliche Voraussetzungen, um die Gesundheit der Beschäftigten und die Weiterführung des Betriebs zu gewährleisten. Grundsätzlich gilt: Unternehmen erstellen Notfallpläne – wie Pandemiepläne – am besten in „ruhigen Zeiten“ als Teil des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Die präventiven Maßnahmen zahlen sich im Ernstfall direkt aus, weil Prozesse, Zuständigkeiten und Informationswege verbindlich festgelegt und idealerweise eingeübt sind.

Was besonders wichtig ist: Die verbindliche Festlegung von Ansprechpartnern, die entscheiden können und im Betrieb bekannt sind. Durch funktionierende Kommunikationswege ist gewährleistet, dass sicherheits- und gesundheitsrelevante Informationen allen, die sie benötigen, auch tatsächlich zur Verfügung stehen. Sachliche Informationen und klare Anweisungen sind Voraussetzung für einen möglichst reibungslosen Ablauf der eingeleiteten Maßnahmen. Der Arbeitgeber legt dabei fest, wie die interne Kommunikation erfolgt: über Intranet, Telefon, Aushang.

Ein hygienisches Verhalten am Arbeitsplatz ist in der jetzigen Situation ein Muss, etwa durch häufigeres Händewaschen. Auch die vermehrte Aufstellung von Hände-Desinfektionsmittelspendern ist Teil der präventiven Maßnahmen. Wer glaubt, sich infiziert zu haben, sollte zunächst in der Praxis anrufen und sich mit seiner Hausärztin oder seinem Hausarzt über das weitere Vorgehen besprechen. Eine Aufgabe der Unternehmensleitung und der Führungskräfte: Ein gut geplanter Personaleinsatz mit Vertretungsregelungen und Prioritätensetzung ermöglicht es, den Betrieb auch bei Personalausfällen weiterzuführen.

Nicht nur angesichts einer drohenden Krise zeigt sich: Präventionskultur im Vorfeld zahlt sich aus. Dazu zählen neben Führung, Kommunikation und Beteiligung auch ein gesundes Betriebsklima, eine gelebte Fehlerkultur und ein grundsätzlicher Vorrang für Sicherheit und Gesundheit. Diese sechs Handlungsfelder bilden auch das Gerüst der Kampagne „kommmitmensch“.

Weitere allgemeine Informationen bieten die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung mit der Broschüre „10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung“.

Aktuelles

Erschöpfungssyndrom in Zeiten der Corona-Krise entgegenwirken

Im Interview mit Dr. Sylvia Rabstein

In der Corona-Krise hört man immer wieder von Beschäftigten, die aufgrund der hohen Arbeitsbelastung zunehmend erschöpft sind. Dr. Sylvia Rabstein, Epidemiologin (IPA) erklärt, wie man Erschöpfungszustände erkennt und gegensteuern kann.

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Der DRS im Interview

Priv.-Doz. Dr. med. Roland Thietje und Sabine Drisch

In Zusammenhang mit Covid-19 hat der DRS mit Priv.-Doz. Dr. med. Roland Thietje, Chefarzt des Querschnittgelähmten-Zentrums des BG Klinikum Hamburg und Sabine Drisch als DRS Verbandsärztin und Leitender Oberärztin der Abteilung BG Reha der Unfallklinik Murnau ein Interview geführt.

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#Nachgefragt: Führen in Zeiten von Corona

Im Interview mit Dr. Stefan Hussy

Im Rahmen der kommmitmensch-Kampagne für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz spricht Dr. Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. über Chancen und Risiken im Homeoffice.

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Schlaue Ideen während der Pandemie

Illustration "Schlaue Idee: Strukturen schaffen" – Bei der Rückkehr in Büros sollten klare Hygieneregeln herrschen © DGUV
Illustration "Schlaue Idee: Beteiligung" – Im Homeoffice sollte Kolleg*innen weiter in Arbeitsprozesse einbinden © DGUV
Illustration "Schlaue Idee: Austausch" – Im Homeoffice sollte man Kontakte zu Kolleg*innen pflegen © DGUV
Illustration "Schlaue Idee: Vertrauen" – Im Homeoffice sollte man Kolleg*innen vertrauen © DGUV
Illustration "Schlaue Idee: Sicherheit und Gesundheit" – Während der Pandemie sollten persönliche Treffen durch Videokonferenzen ersetzt werden © DGUV

Hier finden Sie grundlegende Informationen

In Zeiten der Pandemie

Wie führt man sicher und gesund

In dieser Praxishilfe erhalten Unternehmensleitungen und Führungskräfte Hinweise, wie sie in Zeiten einer Pandemie effektiv führen können. Eine Kultur der Prävention ist hier der entscheidende Faktor, um Nachhaltigkeit zu sichern. Fünf Tipps bieten Führungskräften Ansatzpunkte für konkrete Maßnahmen.

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Themenseiten der Unfallversicherungsträger

Spezifische Informationen zum Corona-Virus

Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen haben spezifische Informationen für die Beschäftigten ihrer Branchen zum Corona-Virus zusammengestellt. Hier finden Sie die Verlinkungen zu den Seiten der Unfallversicherungsträger rund um das Thema Corona.

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Branchenübergreifend

So sind Beschäftigte vor einer Corona-Infektion geschützt

In Zeiten der Corona-Krise ist der Trend für die Beschäftigten klar: Diejenigen, die es einrichten können, arbeiten im Homeoffice. Was aber machen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jener Branchen, die nicht von zu Hause arbeiten können? Ein kleiner Überblick, wie unterschiedliche Branchen damit umgehen.

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Ein Junge wäscht sich nach dem Benutzen der Toilette die Hände

Corona: Empfehlungen für den Bildungsbereich

Hinweise des Fachbereichs Bildungseinrichtungen (FB BE)

Der Fachbereich Bildungseinrichtungen der DGUV hat Hinweise und Empfehlungen zum Umgang mit SARS-CoV-2 im Bildungsbereich zusammengestellt.

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Napo in… Stoppt die Pandemie!

Die Coronavirus-Pandemie hat schwerwiegende Auswirkungen auf Arbeitsplätze, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Unternehmen. Es gibt viele Präventionsmaßnahmen, die dazu beitragen, sich und andere vor einer Infektion zu schützen. Auch Napo möchte einen Beitrag leisten. Er zeigt in dieser Szene wie schnell sich Viren verbreiten und wie dies durch Händewaschen – als eine von vielen Maßnahmen – verringert werden kann.

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Pressemitteilungen

Was ist zu tun?

Corona-Fall im Betrieb

Diese Frage kann sich aktuell in jedem Betrieb stellen: Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich mit dem Corona-Virus infiziert hat oder der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht. Eine neue Broschüre von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen nennt die richtigen Ansprechpartner und gibt Hinweise, wie auch in dieser Situation Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen bestmöglich gewahrt werden können.

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Im Kundendienst

Schutzmaßnahmen für Handwerkerinnen und Handwerker

Während viele Beschäftigte derzeit von Zuhause aus arbeiten, können Handwerkerinnen und Handwerker nicht einfach ins Homeoffice wechseln. Ein enger Kontakt zwischen ihnen und ihren Kundinnen und Kunden lässt sich bei ihren Arbeiten oftmals nicht vermeiden. Mehr denn je müssen Beschäftigte im Handwerk jetzt darauf achten, sich bei der Arbeit zu schützen.

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Coronavirus

Beschäftigte von externen Betrieben in den betrieblichen Informationsketten berücksichtigen

In vielen Betrieben sind neben der Stammbelegschaft auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von externen Betrieben, z.B. Handwerksbetriebe oder Zeitarbeitsfirmen tätig. Auch diese Personen müssen über die Maßnahmen informiert sein, die aktuell im Betrieb hinsichtlich des Coronavirus getroffen werden.

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Informationen in Leichter Sprache

Nahaufnahme von zwei Händen, die mit Seife gewaschen werden

Leichte Sprache

Tipps zum Schutz vor Grippe und Corona in Leichter Sprache

Auf der Website von arbeit & gesundheit gibt es ab sofort einen Beitrag in Leichter Sprache rund um das Thema Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus oder Grippeviren.

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Grafische Darstellung eines Virus

Infos zum Corona-Virus

In Leichter Sprache

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bietet online umfangreiche, barrierefreie Informationen in Leichter Sprache zum Thema Corona-Virus in Bezug auf Veränderungen bei der Arbeit.

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Plakate zum Download

Plakat „Schutzmasken – wo liegt der Unterschied?“

Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie wird unter anderem über die Verfügbarkeit von persönlicher Schutzausrüstung für die medizinischen Berufe diskutiert. Insbesondere der Atemschutz steht hier im Fokus. Oft wird dabei der Mund-Nase-Schutz (auch als OP-Maske bezeichnet) mit Atemschutzmasken in einem Atemzug genannt oder verwechselt. Um die Einordnung zu erleichtern, hat das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) eine Übersichtsgrafik erstellt, die die Unterschiede einfach erklärt.

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Rückenübungen fürs Homeoffice

Gerade im Homeoffice wichtig: Ein Ausgleich bei der Arbeit. kommmitmensch bietet ein Plakat mit Übungen für den Rücken, die sowohl im Sitzen als auch im Stehen ausgeführt werden können. Das gibt es ab jetzt auf der kommmitmensch-Website zum Download.

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Expertenbeiträge

Prof. Dr. med. Manigé Fartasch

Hautschutz für die Hände

Hygienemaßnahmen beanspruchen die Hände

Prof. Dr. med. Manigé Fartasch, Berufsdermatologin am Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA), erklärt im Interview mit arbeit&gesundheit den Hautschutz für die Hände in Zeiten von Corona.

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Collage aus einem Portrait von Dirk Windemuth vor einem Homeoffice-Bild von einem Laptop auf einem Holztisch

Interview mit Prof. Dr. Windemuth

Arbeitsbedingungen im Homeoffice

Prof. Dr. Windemuth, Arbeitspsychologe und Leiter des Instituts für Arbeit und Gesundheit (IAG) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hat mit der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ über Arbeitsbedingungen im Homeoffice gesprochen.

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