Wer das Wissen aller im Betrieb nutzt, handelt sicherer, gesünder und erfolgreicher.

Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Durch Beteiligung wird vorhandenes Wissen effizient genutzt und die Beschäftigten fühlen sich wertgeschätzt und unterstützen motiviert ihr Unternehmen.

Wie profitieren Sie von aktiver Beteiligung?

Die Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in betriebliche Entscheidungen ist für alle Beteiligten gewinnbringend. Beschäftigte sind Fachleute für ihre Tätigkeit und können oft Ideen einbringen und Probleme erkennen ehe Führungskräfte diese sehen. Ihr Wissen nutzt also dem Unternehmen.

Es motiviert und stärkt Beschäftigte, wenn ihre Meinung wertschätzend erfragt und berücksichtigt wird. Die Arbeit wird als sinnhaft erlebt und das Betriebsklima und die Stimmung im Unternehmen werden positiv beeinflusst.

Gemeinsam getroffene Entscheidungen haben die beste Chance, verwirklicht zu werden. Aus diesen erwächst eine Verbindlichkeit – ein Commitment -, aus dem heraus Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen besser akzeptiert und genutzt werden.

Wie weit ist Beteiligung in Ihrem Unternehmen verankert?

  • Sind Möglichkeiten der Beteiligung für Beschäftigte und Führungspersonen vorhanden?
  • Wissen die beteiligten Personen, woran Sie beteiligt werden, beziehungsweise was die Zielsetzung ist?
  • Schaffe ich als Führungskraft die organisatorischen Voraussetzungen, um Beschäftigte mit einzubeziehen?
  • Findet die Beteiligung auf Augenhöhe statt und haben alle aus dem Betrieb die gleichen Chancen daran teilzuhaben?
  • Werden Maßnahmen gemeinsam abgeleitet und umgesetzt?
  • Wird eine zeitnahe und wertschätzende Rückmeldung gegeben, auch wenn Maßnahmen nicht umgesetzt werden können?

So fördern Sie aktive Beteiligung

Wichtige Akteure

Aufgabe der Führungskräfte ist es, die organisatorischen Voraussetzungen für eine Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen und zu Ergebnissen zu kommen, die schließlich auch umgesetzt werden. Zudem sind die betrieblichen Interessenvertretungen wichtige Ansprechpersonen und Multiplikatoren.


In den Dialog treten

Mithilfe der kommmitmensch-Dialoge können betriebliche Teams unter anderem ihren gegenwärtigen Umgang mit Beteiligung untersuchen. Es handelt sich um ein leicht zu handhabendes Instrument, um von einer kurzen Bestandsaufnahme zu konkreten Veränderungsansätzen zu kommen.


Gefährdungsbeurteilungen nutzen

Gute Beteiligungsmöglichkeiten bietet die Gefährdungsbeurteilung, die gesetzlich vorgeschrieben ist und für jeden Arbeitsplatz erstellt werden muss. Wie eine Gefährdungsbeurteilung beteiligungsorientiert und rechtssicher gelingt, erklären ein kurzer Film der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), Arbeitsprogramm Psyche (Downloadseite des Kurzfilms) sowie eine Broschüre (Downloadseite der Broschüre).


Ein Vorschlagswesen einführen

Um gemeinsam Verbesserungen zu erzielen, bietet sich ein Vorschlagswesen an: Eine zentral im Betrieb platzierte Tafel, ein Briefkasten oder eine App laden Beschäftigte ein, Ideen einzureichen. Wichtig ist es, eine zeitnahe und wertschätzende Rückmeldung zu organisieren, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert sind, bei weiteren Fragestellungen und Projekten mitzuwirken und ihre Ideen einzubringen. Ein Download-Formular für das Vorschlagswesen finden Sie hier.
 

Regelmäßig Ideen sammeln

Ein effektives Instrument, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, ist der Ideentreff: eine praktische Hilfestellung für kleine Betriebe, um die Ideen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stärker einzubinden. Kernstück sind regelmäßige, nach einem festgelegten Muster ablaufende Mitarbeiterbesprechungen. Detaillierte Informationen zu Ideen-Treffen finden Sie in der Broschüre DGUV Information 206-007 „So geht's mit Ideen-Treffen“ (Downloadseite der Broschüre).


Strukturen schaffen

Beteiligung muss sich in Strukturen und Abläufen des Betriebs widerspiegeln. Nur so entstehen Verlässlichkeit und Vertrauen darin, dass Beteiligung akzeptiert und gewollt ist. Am besten wird diese Verbindlichkeit schriftlich, zum Beispiel im Leitbild oder in Dienst- beziehungsweise Betriebsvereinbarungen, festgehalten.

Handlungshilfen zu Beteiligung

Broschüre
Beteiligung – Beschäftigte Beteiligen – Sicherheit und Gesundheit mitgestalten
Handlungsfeld Beteiligung – Beschäftigte beteiligen – Sicherheit und Gesundheit mitgestalten

Format: PDF | Dateigröße: 1,6 MB

Praxishilfe
Praxishilfe Beteiligung – Lernteams
Praxishilfe Beteiligung – Lernteams

Format: PDF | Dateigröße: 649 KB

Formular
Formular zur Ideenfindung
Formular – Ihre Idee zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit

Format: PDF | Dateigröße: 0,1 MB

Literatur- und Medienhinweise

QUALIFIZIERUNG

Gesundheits- und Qualitätszirkel - BGW

Qualifizierungs- und Beratungsangebot – Trainingseinheit zum „Gesundheitszirkel-Moderator"

www.bgw-online.de
BROSCHÜRE

Was stresst? Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung – UVB

Handlungshilfe zur Umsetzung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

www.uv-bund-bahn.de
BROSCHÜRE

Gemeinsam zu gesunden Arbeitsbedingungen – BG ETEM

Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen in Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten

www.bgetem.de
BROSCHÜRE

Gesundheitszirkel – Eine runde Sache für mehr Gesundheit – UVB

Der Gesundheitszirkel im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

www.uv-bund-bahn.de
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