Jan Traulsen – Fachwart Sport, Fitness und Gesundheit bei der Kreisfeuerwehr Rendsburg-Eckernförde

Wenn es richtig heiß wird, rettet Fitness Leben

„Ich wollte Sport in die Feuerwehr bringen und als Vorbild habe ich alles selber ausprobiert. Mein Ansatz ist ganzheitlich, also Sport treiben für alle Lebensbereiche, mein Anliegen ist der Breitensport und nicht der Leistungssport,“ sagt Jan Traulsen, Amtswehrführer im Amt Fockbek und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Nübbel.

Das Miteinander zählt

Das Miteinander zählt

„Je fitter man ist, desto besser kann man helfen und andere retten und muss sich nicht um seinen Körper kümmern,“ so Jan Traulsen, als Berufsschullehrer, der auch Sport unterrichtet, setzt er das Präventionsprogramm „FitForFire“, das mit dem Deutschen Feuerwehrfitness-Abzeichen ein Pendant zum Deutschen Sportabzeichen beinhaltet, gemeinsam mit der HFUK Nord um.

Jan Traulsen ist seit 37 Jahren dabei. Bereits als 15-Jähriger trat er der Freiwilligen Feuerwehr bei. Hintergrund war eigentlich der Wunsch, Schlagzeug zu spielen und da es auf dem Land keine Musikschule gab, kam er über den Musikzug der Feuerwehr schließlich dazu. Und blieb. „Ich möchte gerne jeden motivieren, Sport zu machen. Für mich gehört es dazu wie Zähneputzen. Das wollte ich vermitteln.“ In den drei Disziplinen Ausdauer, Kraft und Koordination werden die Feuerwehrmänner und -frauen getestet. Je nach Alter gibt es dazu bestimmte Zeiten, die erreicht und Wiederholungen, die geleistet werden müssen, um das Abzeichen in Bronze, Silber oder Gold zu erhalten. So müssen bei der Endlosleiter je nach Alter gestaffelt zwischen 20 und 99 Meter geschafft werden.

Je fitter man ist, desto besser kann man helfen und andere retten.

Bei 400 Grad fängt Dein Wohlfühlbereich erst an?

Der lockere Werbespruch der Freiwilligen Feuerwehr Fockbek, die an diesem Tag ihren Übungsdienst durchführt, wirkt plötzlich sehr real vor dem Brandübungscontainer, der mit Gas befeuert wird und wo die Feuerwehrleute ihre sogenannte Heißausbildung absolvieren. Wer nicht über eine gute Kondition verfügt, tut sich schwer beim Retten mit einer Sicherheitsausrüstung, die bereits ohne Atemschutzgerät zwischen 20 – 25 Kilo wiegt. Christian Heinz, stellvertretender Geschäftsführer und Präventionsleiter der HFUK Nord: „Prävention und Unfallverhütung hat nicht nur mit Technik zu tun, sondern mit den Menschen, die die Feuerwehr ausmachen. Das beste Präventionsprogramm ist nichts wert, wenn es nicht Leute wie Jan Traulsen gibt, die es umsetzen. Es braucht Multiplikatoren wie ihn, die das Programm leben. Man muss einen langen Atem haben und den Weg der kleinen Schritte gehen, damit sich so eine Idee wie die für ‚Fitness für alle‘ durchsetzt.“

Bei 400 Grad fängt Dein Wohlfühlbereich erst an?

Prävention und Unfallverhütung hat nicht nur mit Technik zu tun, sondern mit den Menschen, die die Feuerwehr ausmachen.

Mit der kommmitmensch-Kampagne auf Du und Du

Mit der kommmitmensch-Kampagne auf Du und Du

Kaum eine Arbeit ist so gefährlich wie die der Feuerwehrleute, seien sie nun ehrenamtlich tätig oder bei einer Berufsfeuerwehr. In Rendsburg mit etwa 28.000 Einwohnern gibt es etwa 400 – 500 Einsätze pro Jahr für die Freiwillige Feuerwehr: Vom Mülltonnenbrand über vollgelaufene Keller nach einem Unwetter, Sturmschadenentfernung, schweren Unfällen bis hin zu Brandeinsätzen. „Dass die Menschen Einsätze und Übungen sicher und gesund überstehen, damit beschäftigen wir uns intensiv seit vielen Jahren. Das ist unser permanentes Ziel. Unser Präventionsprogramm ist ein Multiplikatoren-Programm,“ erzählt Christian Heinz. Für ihn zählt dazu vor allem die gute Ausbildung von Trainerinnen und Trainern, aber auch Vorträge zu den Themen wie gesunde Ernährung, Stolpern, Rutschen, Stürzen oder Sport im Feuerwehrhaus, das heißt: Sport auf engem Raum, zur Not auch ohne große Turnhalle.

Dass die Menschen Einsätze und Übungen sicher und gesund überstehen, damit beschäftigen wir uns intensiv seit vielen Jahren.

Deine eigene Karre ist dir zu unauffällig? Dann mach‘ bei uns mit!

Ein lustiger Satz der Freiwilligen Feuerwehr Fockbek mit einem ernsten Hintergrund. Denn im Einsatz wird auf modernste Fahrzeuge und Technik zurückgegriffen. Den sicheren Umgang mit der Feuerwehrtechnik muss erlernt werden und wird im Rahmen der Aus- und Fortbildung geübt. Dazu gehört zum Beispiel der Umgang mit hydraulischen und pneumatischen Rettungsgeräten, Pumpen und Motorsägen. Außerdem können LKW- oder Bootsführerschein erworben werden. Dabei steht immer die Sicherheit der Menschen im Vordergrund – der Helfenden wie der zu Rettenden. „Ein Präventionsprogramm wie „FitForFire“ anzugehen, ist zuerst ein zartes Pflänzchen, das man hegen muss. Man muss die Stimmung sich entwickeln lassen und darf nichts von oben überstülpen“, so Christian Heinz.

Deine eigene Karre ist dir zu unauffällig? Dann mach‘ bei uns mit!

Ein Präventionsprogramm wie „FitForFire“ anzugehen, ist zuerst ein zartes Pflänzchen, das man hegen muss.

Mit der kommmitmensch-Kampagne auf Du und Du

Mit der kommmitmensch-Kampagne auf Du und Du

Die wichtigsten Aufgaben der Feuerwehr sind das Retten und das Löschen. Retten bedeutet, Menschen oder Tiere aus dem Feuer, aus einem Unfallauto oder aus sonstigen misslichen Lagen zu befreien. Beim Löschen geht es um weitaus mehr als nur die direkte Brandbekämpfung. Bevor mit Wasser gelöscht wird, müssen in Windeseile schwere Schlauchleitungen getragen und verlegt werden, um eine stabile Wasserversorgung aufzubauen. Dabei gibt es zeitkritische Einsätze, die konditionell viel verlangen. Da ist es lebenswichtig, sich vorher Gedanken über die eigene Fitness zu machen. Auch bei augenscheinlich einfachen Arbeiten kommt man mit der schweren Sicherheitskleidung ganz schön ins Schwitzen,“ berichtet Thomas Hansen, der bereits seit 33 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr ist. Für ihn ist das Helfen der Anreiz mitzumachen. Ähnlich sieht es sein Kamerad Philipp Ewaldt, der in Fockbek erst seit 6 Monaten dabei ist: „Ich möchte gerne etwas beitragen zur Gemeinschaft.“

Ich möchte gerne etwas beitragen zur Gemeinschaft.

Wenn alle an einem Strang ziehen

Jan Traulsen schildert, wie er die Initiative ergriffen hat, um das dFFA (Deutsches-Feuerwehr-Fitness-Abzeichen) an einem Kennlern- und Abnahmetag vorzustellen. Doch alleine konnte er die Idee nicht stemmen, er brauchte Unterstützung. „Die HFUK Nord hat sowohl finanziell als auch organisatorisch geholfen. So was stellt man nicht alleine auf die Beine. Die Zusammenarbeit ist immer noch erfolgreich, die Entwicklung positiv. Ich habe immer noch richtigen Spaß hier und das will ich vermitteln.“ so Jan Traulsen. Und das Anliegen der HFUK Nord? Christian Heinz: „Wir wollen genau das in die Tat umsetzen, was sich Feuerwehrleute und ihre Familien am meisten wünschen: Dass alle heil und gesund vom Einsatz wieder nach Hause kommen.“

Wenn alle an einem Strang ziehen

Sport für alle – das ist mein Ziel

„Ich weiß, dass die Atemschutzgeräteträgerinnen und -träger fit sind, mir geht es darum die noch nicht Sportbegeisterten zu erreichen und zu motivieren, um ihnen zu zeigen, wie sie sich fit halten können. Das Angebot gilt natürlich auch für den Nachwuchs in den Jugendfeuerwehren und den Mitgliedern in den Ehrenabteilungen.“

Jan Traulsen – Fachwart Sport, Fitness und Gesundheit bei der Kreisfeuerwehr Rendsburg-Eckernförde

„Je fitter man ist, desto besser kann man helfen“

Für den Amtswehrführer im Amt Fockbek und Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Nübbel Jan Traulsen ist es nur konsequent, wenn er mehr Sport für alle fordert. Der Berufsschullehrer, der auch Sport unterrichtet, setzt das Präventionsprogramm „FitForFire“, das mit dem Deutschen Feuerwehrfitness-Abzeichen ein Pendant zum Deutschen Sportabzeichen beinhaltet, gemeinsam mit der HFUK Nord um.

Zur Bestellliste hinzugefügt
Zur Bestellübersicht (0)