Die Geschichte der Anja Steinhaus-Nafe

Schon der Vater von Anja Steinhaus-Nafe hat die Notwendigkeit einer motivierten Belegschaft im Traditionsbetrieb von 1841 erkannt. Anja Steinhaus-Nafe führt fort, was er vorgelebt hat – viel Kommunikation, um alle ins Boot zu holen, um zum einen der Fürsorge für die Mitarbeitenden gerecht zu werden und zum anderen leistungsfähigere Mitarbeitende zu haben.

Beschäftigte sind das A und O

„Bei 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann ich mich nicht um jede Situation kümmern, wo es knarzt und knirscht, aber über den Betriebsratsvorsitzenden Stefan Mallwitz und die Führungskräfte bekommen wir doch einiges mit. Ich finde es wichtig, dass die Belegschaft in viele Entscheidungen mit einbezogen wird, dass sie gehört und auch in anderen Belangen befragt wird. Kommunikation finde ich ganz entscheidend, immer im Gespräch bleiben, das ist wichtig“. Deswegen ist das Handlungsfeld Kommunikation der kommmitmensch-Kampagne für Anja Steinhaus-Nafe die Basis für ein gutes Miteinander. „Jeder Input ist gut, auch ein kritischer, denn nur so können wir dazulernen und dazulernen müssen beide Seite – immer“. So gehört das offene Gespräch zu einem von drei Leitsätzen der Firma: Wir hören zu und reden offen und ehrlich miteinander. Leitsatz Nummer eins ist jedoch der respektvolle Umgang, der im Arbeitsalltag gefordert wird: Wir behandeln jede Kollegin und jeden Kollegen so, wie wir auch selber behandelt werden wollen. „Wir leben, was wir propagieren, belohnt werden wir mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern,“ so Anja Steinhaus-Nafe.

„Wir behandeln jede Kollegin und jeden Kollegen so, wie wir auch selber behandelt werden wollen.“

Ein Unternehmen ist so gut wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

„Deshalb sind für uns qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Säulen unseres Unternehmens. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gleichwertige Menschen, deren Engagement und deren Fähigkeiten wir fordern und fördern,“ das ist die Firmenphilosophie. Menschen wie Stefan Mallwitz, Betriebsratsvorsitzender und Fachkraft für Arbeitssicherheit, gehört zu den Menschen im Betrieb, die diese Philosophie täglich leben. Die täglichen KVP Runden (Kontinuierliche Verbesserungsprozesse) gehören zum Beispiel dazu; Gesprächsrunden, in denen alle Mitarbeitenden positive wie negative Kritik loswerden können. „Manchmal muss ich in beide Richtungen Überzeugungsarbeit leisten, aber es lohnt sich. Es ist dann eine Win-Win-Situation, wenn die Unternehmungsleitung in eine Hebehilfe investiert und dafür weniger krankheitsbedingte Ausfälle hat und die Beschäftigten eine Arbeitsentlastung bekommen“, so Stefan Mallwitz. Die größte Herausforderung hat Stefan Mallwitz, der seit 1983 im Betrieb ist und auch dort seine Ausbildung zum Fleischer gemacht hat darin, die 100 Beschäftigten, die gerade eingestellt wurden, in den nächsten zwei Jahren so weit zu bringen, dass sie zu 100 % einsetzbar sind, was die Arbeitsabläufe, wie auch die Arbeitssicherheit und Arbeitsschutzbedingungen angeht.

„Es ist dann eine Win-Win Situation, wenn die Unternehmungsleitung in eine Hebehilfe investiert und dafür weniger krankheitsbedingte Ausfälle hat und die Beschäftigten eine Arbeitsentlastung bekommen.“

Wir wollen keine Billiglösung

„Zusammen mit den Berufsgenossenschaften versuchen wir Lösungen zu finden, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis 67 gesund arbeiten können. Dazu zählt dann zum Beispiel auch, dass wir keinen Einweg-Gehörschutz kaufen, sondern Otoplastiken mit Filtern, die zwar teurer sind, aber eben auch einen höheren Tragekomfort haben,“ so Stefan Mallwitz. Ganz offensichtlich hat die Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) Erfolg. In den Jahren 2014 und 2018 hat die Steinhaus GmbH den Präventionspreis der BGN gewonnen. Als nächstes steht das Gesundheitsjahr bei der Steinhaus GmbH an. Ein ganzes Jahr werden Workshops, Vorträge und eine Vielzahl an Gesundheitsmaßnahmen angeboten. Der Auftakt wird im Februar 2020 mit dem Musiker und Extremsportler Joey Kelly sein. „Das Gesundheitsjahr ist auf Nachhaltigkeit angelegt, das ist uns ganz wichtig. Einen einzelnen Workshop kann man vergessen, wenn mich gerade dieses Thema nicht interessiert. Oder vielleicht habe ich genau an diesem Tag schon etwas Anderes vor. Aber wenn es immer wieder regelmäßig Veranstaltungen gibt, dann ist die Chance größer, dass ich nach und nach, wenn nicht alle, so doch viele erreiche. Das gefällt mir auch an der kommmitmensch-Kampagne, dieser Nachhaltigkeitsgedanke, dass sie auf viele Jahre angelegt ist“.

„Das gefällt mir an der kommmitmensch—Kampagne, dieser Nachhaltigkeitsgedanke, dass sie auf viele Jahre angelegt ist.“

Was ist ein kommmitmensch?

„Ein kommmitmensch ist jemand, der nicht wegschaut, sondern genau hinschaut und für Probleme Lösungen findet,“ nach Meinung von dem Betriebsratsvorsitzenden Stefan Mallwitz. So wie das lösungsorientierte „Onboarding“ für die 100 neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es wurde extra ein Mitarbeiter freigestellt, der ausschließlich für Schulungen zuständig ist. Mit Hilfe von Power-Point-Präsentationen und kurzen Schulungsvideos mit wenig Text, theoretischen und praktischen Einweisungen sollen innerhalb von zwei Jahren alle auf dem gleichen Sicherheitsstandard sein.

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