„Sicher und gesund forschen und lernen“

Hochschulen und Forschungszentren können ihre Arbeit nur dann erfolgreich und innovativ realisieren, wenn Sicherheit und Gesundheit in allen Prozessen und Arbeitsschritten selbstverständlich mitgedacht werden. Selbstverständlich sollte dabei ebenfalls sein, dass Kolleginnen und Kollegen sowie Studierende, die von Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind, weil sie beispielsweise eine Behinderung haben, gesellschaftlich voll integriert werden.

Eine Kultur der Prävention an der Hochschule ist zum einen Voraussetzung für eine bessere Qualität der Gesundheit ihrer Beschäftigten und Studierenden, zum anderen steigert sie die Qualität von Lernen und Lehren (Bildungsqualität) an der Hochschule. Mithilfe der sechs Handlungsfelder der Kampagne kommmitmensch können Sie dafür sorgen, ein Bewusstsein für Sicherheit und Gesundheit in Ihrer Hochschule zu schaffen, sodass diese Themen bei allen Handlungen, Entscheidungen und Arbeitsschritten selbstverständlich mitgedacht werden.

 

Fakten und Gesetze

Als Hochschulleitung sind Sie für die Sicherheit und Gesundheit Ihrer Beschäftigten und Studierenden verantwortlich. Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) mit Rechtsverordnungen und Technischen Regeln gilt als rechtliche Grundlage zu Sicherheit und Gesundheit in Hochschulen. Die DGUV hilft Ihnen bei der Umsetzung:



Die sechs Handlungsfelder in Ihrer Hochschule


Die sechs Handlungsfelder Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur, Sozialklima sowie Sicherheit und Gesundheit sind wichtige Stellschrauben für eine Präventionskultur. Sie sollen es Ihnen und Ihren Beschäftigten erleichtern, konkrete Maßnahmen für Ihre tägliche Arbeit zu entwickeln und so die Präventionskultur Ihrer Hochschule voranzutreiben. Da die Handlungsfelder ineinandergreifen, werden Sie feststellen, dass Maßnahmen unter Umständen verschiedene Handlungsfelder berühren können.

FÜHRUNG – Die Leitung als entscheidender Impulsgeber

  • Vorbildfunktion – Machen Sie die Priorität von Sicherheit und Gesundheit deutlich, indem Sie als Führungskraft den Themen bei Ihrer Arbeit einen hohen Stellenwert einräumen.
  • Initiieren Sie Veränderungen – Schaffen Sie die Rahmenbedingungen und den Raum, um über Sicherheit und Gesundheit zu sprechen.

KOMMUNIKATION – Miteinander reden ist das A und O

  • Regelmäßiger Austausch – Unklarheiten können vermieden werden, indem Sie relevante Informationen zielgerichtet an die Beschäftigten und weiteren Mitglieder Ihrer Hochschule weitergeben.
  • Ermöglichen Sie die Diskussion von neuen Ideen, Problemen und Fragen auf Augenhöhe – auch Studierende können und sollten einbezogen werden.

BETEILIGUNG – Erfahrung und Wissen der Beschäftigten intensiv nutzen

  • Wertvolle Hinweise und konkrete Ideen – Binden Sie die Mitglieder und Studierenden Ihrer Hochschule in die Themen Sicherheit und Gesundheit ein, um die Akzeptanz von Entscheidungen diesbezüglich zu steigern.
  • Zur Mitarbeit motivieren – Die Möglichkeit, individuelle Kompetenzen und Erfahrungen bei der täglichen Arbeit aktiv einzubringen, kann für die Beschäftigten ein motivierender Effekt sein.
  • Vorhandenes Wissen nutzen – Sie können von Erfahrungen und Wissen Ihrer Mitarbeiter in Bezug auf Sicherheit und Gesundheit profitieren.

FEHLERKULTUR – Fehler offen diskutieren und daraus lernen

  • Offene Fehlerkultur – Fehler, aber auch Beinahe-Unfälle, Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen sollten offen angesprochen sowie systematisch mit allen Beteiligten aufgearbeitet und ausgewertet werden.
  • Nutzen Sie die Erkenntnisse daraus, um die Arbeit und das Lernen in Ihrer Hochschule zu verbessern.

SOZIALKLIMA – In meiner Einrichtung fühle ich mich wohl!

  • Gemeinsam sind wir stark! – Gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen und Fairness sorgen dafür, dass sich alle Mitglieder Ihrer Hochschule wohlfühlen.
  • Ein gutes Sozialklima wirkt sich positiv auf die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitglieder sowie auf die Bildungsqualität der Schule aus.
  • Inklusion leben – Wichtig ist ein Sozialklima, in dem es selbstverständlich ist, über individuelle Einschränkungen zu reden und Hilfe einzufordern.

SICHERHEIT UND GESUNDHEIT – selbstverständlich einbeziehen

  • Machen Sie Sicherheit und Gesundheit im Arbeitsalltag regelmäßig zum Thema, um ihren Stellenwert zu verdeutlichen.
  • Die Verankerung von Sicherheit und Gesundheit im Leitbild Ihrer Hochschule kann dabei helfen, die Verbindlichkeit zu erhöhen.

„Inklusion – gemeinsam sicher und gesund an der Hochschule“

Inklusion verfolgt das Ziel, die volle gesellschaftliche Teilhabe von Menschen, die von Ausgrenzung betroffen oder bedroht sind, weil sie beispielsweise eine Beeinträchtigung haben, zu fördern. Gerade an deutschen Hochschulen, die grundsätzlich inklusiv angelegt sind, also keine Sondersysteme für Menschen mit Behinderung vorsehen, muss Inklusion folglich in allen Abläufen mitgedacht werden. Die Kampagne kommmitmensch kann Ihnen helfen, dieses Thema im Kontext von Sicherheit und Gesundheit Ihrer Mitarbeitenden und Ihrer Studierenden zu thematisiert und weiterzuentwickeln.



Inklusion

Die sechs Handlungsfelder im Fokus



FÜHRUNG – Die Leitung als entscheidender Impulsgeber

Machen Sie Ihren Beschäftigten und Studierenden deutlich, dass das Thema Inklusion Ihnen wichtig ist. Sie als Hochschulleitung sind zudem ein wichtiger Impulsgeber, um Veränderungen voranzutreiben – werden Sie aktiv und setzen Sie Ziele für Ihre Hochschule.

KOMMUNIKATION – Miteinander reden ist das A und O

Unsicherheiten beim Thema Inklusion können Sie durch den regelmäßigen Austausch mit Ihren Beschäftigten und Studierenden vermeiden. Räumen Sie dem Thema einen festen Platz in Besprechungen ein, um den Stellenwert zu verdeutlichen.

BETEILIGUNG – Erfahrung und Wissen der Beschäftigten intensiv nutzen

Beteiligen Sie alle Mitglieder Ihrer Hochschule, um unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen beim Thema Inklusion an Ihrer Hochschule berücksichtigen zu können. Binden Sie unbedingt auch Menschen mit Beeinträchtigung in die Diskussionen ein, um herauszufinden, was sie für eine problemlose Integration im Hochschulalltag benötigen.

FEHLERKULTUR – Fehler offen diskutieren und daraus lernen

Beschäftigte und Studierende werden immer wieder motiviert, ausschließenden Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen zu melden und zu diskutieren. Nur so können Lösungen für eine inklusive Hochschule gefunden werden.

SOZIALKLIMA – In meiner Einrichtung fühle ich mich wohl!

Ein gutes Sozialklima ist gleichzeitig eine wichtige Grundlage für die Entwicklung von Inklusion und andererseits ein Resultat ihres Gelingens. Sind alle Mitglieder der Hochschule für das Thema Inklusion sensibilisiert, können Wünsche, Bedenken und Sorgen offen geäußert werden.

SICHERHEIT UND GESUNDHEIT – selbstverständlich einbeziehen

Sie als Leitung können die Inklusion in Ihrer Hochschule vorantreiben, indem Sie sie in Ihrem Arbeitsalltag selbstverständlich mitdenken. Sie können sie zudem im Leitbild Ihrer Hochschule verankern, um die Verbindlichkeit des Themas zu erhöhen.


Medien zum Schwerpunkt „Inklusion“

Ein Arbeiter mit einer Beinprothese in einer Holz-Lagerhalle bei der Arbeit

Gelebte Inklusion

Motor für Vielfalt und Entwicklung

In Deutschland leben 81 Millionen Menschen –jede achte Person mit Behinderung. Umso wichtiger ist es, jedem und jeder Einzelnen die aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Doch wie kann Inklusion gelingen?

Zur Inklusions-Seite

kommmitmensch-Dialoge für Hochschulen

Eine Frau liest in einer Universitätsbibliothek in einem Buch © Engin Akyurt

Reflektierte Analyse Ihrer Hochschule

Einen ersten Einstieg in das Gespräch mit Ihren Beschäftigten, weiteren Mitgliedern Ihrer Hochschule und den Studierenden bieten die kommmitmensch-Dialoge. Die kommmitmensch-Dialoge helfen, die Themen Sicherheit und Gesundheit systematisch zu betrachten, Entwicklungspotenziale Ihrer Hochschule zu erkennen und den Fortschritt Ihrer Präventionskultur mithilfe des 5-Stufen-Modells einzuordnen. Sie liefern wichtige Impulse für die verbesserte Zusammenarbeit zwischen der Hochschulleitung, den Beschäftigten und den Studierenden.

Hochschule

KMM-Dialoge
Bild der Faltmappe der kommmitmensch-Dialoge für die Hochschule
kommmitmensch-Dialoge – Hochschule

Format: Faltmappe | Dateigröße: Printprodukt

Arbeitsposter
kommmitmensch Dialoge Arbeitsposter für Hochschulen kostenlos downloaden!
Arbeitsposter – kommmitmensch-Dialoge Hochschule

Format: PDF | Dateigröße: 1,5 MB

kmm-Dialoge digital
Titelbild der digitalen komm-mit-mensch-Dialoge für Hochschulen
kommmitmensch-Dialoge digital für Hochschulen im Powerpoint-Format

Format: PPTX | Dateigröße: 112,1 MB

Ein Junge wäscht sich nach dem Benutzen der Toilette die Hände

Corona: Empfehlungen für den Bildungsbereich

Hinweise des Fachbereichs Bildungseinrichtungen (FB BE)

Der Fachbereich Bildungseinrichtungen der DGUV hat Hinweise und Empfehlungen zum Umgang mit SARS-CoV-2 im Bildungsbereich zusammengestellt.

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kommmitmenschen in der Hochschule

Fachhochschule Südwestfalen – Wir geben Impulse!

„Wir geben Impulse!“, das ist das Motto der Fachhochschule Südwestfalen, das bereits bei der Auftaktveranstaltung für die „Erstis“ gilt. Sie werden direkt zu Beginn des Semesters mit Basisinformationen zum Thema Arbeitssicherheit ausgestattet. Mit der tatkräftigen Unterstützung der Unfallkasse NRW sorgt Kanzler Heinz-Joachim Henkemeier dafür, dass rund 13.800 Studierende in 55 Bachelor- und Masterstudiengängen immer auf dem aktuellen Stand bezüglich Arbeits- und Gesundheitsschutz sind.

Medien für Hochschulen

Nicht nur die kommmitmensch Dialoge für den Bildungsbereich sind für pädagogische Fachkräfte, Kita-, Schul- und Hochschulleitungen sowie Mitarbeiter im Bildungsbereich interessant. Die DGUV bietet darüber hinaus für jeden Bereich spezifische Medien an. Hier sind die Medien für Hochschulen zu finden.

Sicherheit und Gesundheit

Broschüre
kommmitmensch – Selbstverständlich sicher und gesund
Selbstverständlich sicher und gesund – So läuft es im Betrieb (Broschüre für Verantwortliche)

Format: PDF | Dateigröße: 4,8 MB

Arbeitsblatt
Kurz-Check Handlungsfelder
Kurz-Check Handlungsfelder

Format: PDF | Dateigröße: 0,4 MB

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