„Im Büro lauern viele versteckte Gefahren“

In Deutschland arbeitet fast die Hälfte aller Erwerbstätigen im Büro – doch gerade am Arbeitsplatz warten viele Gesundheitsgefahren. Tatsächlich wird das Büro als Gefahrenquelle für Stürze und Erkrankungen von den meisten Menschen unterschätzt. Zu Unrecht, wie Statistiken zeigen.

Durch das ständige Sitzen am Schreibtisch beklagen sich viele Beschäftigte über Nackenverspannungen und trockene Augen. Ebenso können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem an Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Thrombose erkranken. Auch psychische Probleme wie Depressionen und Angststörungen oder Beschwerdebilder wie das Burnout-Syndrom treffen häufig Berufsgruppen, die in Büros tätig sind.

Dazu tragen unter anderem Bewegungsmangel und eine hohe Arbeitsintensität bei. Es gibt eine Vielzahl von Erkenntnissen dazu, wie diese Belastungen im Büro reduziert werden können, aber sie werden noch zu selten genutzt. Durch die Etablierung eine Präventionskultur schaffen Unternehmen und öffentliche Einrichtungen Aufmerksamkeit für Sicherheit und Gesundheit und motivieren die Beschäftigten, über Probleme zu berichten und Verbesserungsideen einzubringen. Dadurch wird es mit der Zeit selbstverständlich, dass sich alle sicher und gesund verhalten.

 

Fakten und Gesetze

Wichtige Gesetzestexte und Wissen rund um den Arbeitsbereich Büro und Verwaltung bezüglich Sicherheit und Gesundheit:

Sandro Zehner – Bürgermeister der Stadt Taunusstein

kommmitmenschen im Bereich Büro und Verwaltung

Die Geschichte des Sandro Zehner

Wer denkt, der öffentliche Dienst sei von starren Strukturen durchzogen, hat Sandro Zehner noch nicht getroffen: Der Bürgermeister möchte mit seiner Verwaltung einen Kulturwandel gestalten und intensiv auf die individuellen Bedürfnisse und Ideen seiner Beschäftigten eingehen. Wie das funktioniert, verrät dieser kommmitmensch hier.

Zur Story


Die sechs Handlungsfelder


Die sechs Handlungsfelder Führung, Kommunikation, Beteiligung, Fehlerkultur, Sozialklima sowie Sicherheit und Gesundheit sind wichtige Stellschrauben für eine Präventionskultur. Sie sollen es Ihnen und Ihren Beschäftigten erleichtern, konkrete Maßnahmen für Ihre tägliche Arbeit zu entwickeln und so die Präventionskultur voranzutreiben. Da die Handlungsfelder ineinandergreifen, werden Sie feststellen, dass Maßnahmen unter Umständen verschiedene Handlungsfelder berühren können.

FÜHRUNG – Die Leitung als entscheidender Impulsgeber

  • Vorbildfunktion – Machen Sie die Priorität von Sicherheit und Gesundheit deutlich, indem Sie als Leitung den Themen bei Ihrer Arbeit einen hohen Stellenwert einräumen.
  • Initiieren Sie Veränderungen – Schaffen Sie die Rahmenbedingungen und den Raum, um über Sicherheit und Gesundheit zu sprechen.

KOMMUNIKATION – Miteinander reden ist das A und O

  • Regelmäßiger Austausch – Vermeiden Sie Unklarheiten, indem Sie relevante Informationen zielgerichtet an die Mitarbeitenden weitergeben.
  • Ermöglichen Sie die Diskussion von neuen Ideen, Problemen und Fragen auf Augenhöhe.

BETEILIGUNG – Erfahrung und Wissen der Beschäftigten intensiv nutzen

  • Das Wissen der Beschäftigten nutzen – Profitieren Sie vom Wissen Ihrer Beschäftigten und Kolleginnen sowie Kollegen.
  • Zur Mitarbeit motivieren – Die Möglichkeit, individuelle Kompetenzen und Erfahrungen bei der täglichen Arbeit aktiv einzubringen, kann für die Beschäftigten ein motivierender Effekt sein.

FEHLERKULTUR – Fehler offen diskutieren und daraus lernen

  • Offene Fehlerkultur – Fehler, aber auch Beinahe-Unfälle, Unfälle und arbeitsbedingte Erkrankungen sollten offen angesprochen sowie systematisch mit allen Beteiligten aufgearbeitet und ausgewertet werden.
  • Nutzen Sie die Erkenntnisse daraus, um die Arbeit und das Lernen im Büro zu verbessern.

BETRIEBSKLIMA – In meinem Büro fühle ich mich wohl!

  • Gemeinsam sind wir stark! – Gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen und Fairness sorgen dafür, dass sich alle Beschäftigten wohlfühlen.
  • Ein gutes Betriebsklima wirkt sich positiv auf die Sicherheit und Gesundheit ihrer Beschäftigten sowie auf die Produktivität und Motivation aus.

SICHERHEIT UND GESUNDHEIT – selbstverständlich einbeziehen

  • Sprechen Sie die Themen Sicherheit und Gesundheit regelmäßig im Team an, um ihren Stellenwert zu verdeutlichen.
  • Die Verankerung von Sicherheit und Gesundheit in den Arbeitsalltag kann dabei helfen, die Verbindlichkeit zu erhöhen.

Unter Service finden Sie mit den kommmitmensch-Dialogen und dem KulturCheck beispielsweise Ansätze, mit denen Sie die Kultur in Ihrem Unternehmen über die Handlungsfelder reflektieren und weiterentwickeln können.

Materialien

Materialien

Praxishilfe
Praxishilfe Kommunikation – Geben und Nehmen von Feedback
Praxishilfe Kommunikation – Geben und Nehmen von Feedback

Format: PDF | Dateigröße: 502 KB

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