Weniger Verkehrsunfälle dank schlauer Ideen

Es ist eine neue Form der Mobilität - immer mehr E-Scooter sind in den Städten unterwegs und werden auch für den Arbeitsweg genutzt. Im Sinne einer guten Kultur der Prävention sollte es selbstverständlich sein, diese Fahrzeuge sicher zu nutzen. Doch wie kann das gehen?

Schlaue Ideen für mehr Sicherheit und Gesundheit


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Idee 1

Führung

Der Wille zählt – Führungskräfte müssen Verkehrssicherheit wollen

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  • Führungskräfte sind Vorbilder, die Verkehrs- und Nutzungsregelungen von Fahrzeugen selbst beachten und kein riskantes Fahrverhalten zeigen.
  • Kommunizieren Sie deutlich, dass Ihnen sicheres Verhalten im Straßenverkehr wichtig ist.
  • Sofort aktiv werden, wenn Ihnen Risiken oder riskantes Verhalten auffallen und sagen Sie „STOP“ bei Missachtung von Verkehrsregeln oder überhöhter Geschwindigkeit.
  • Mitmachen ist gefordert – animieren Sie andere Führungskräfte, diese Vorreiterrolle ohne Ausnahme mitzutragen.
DVR „Praxishilfe – Sicherheit auf allen Wegen“ Handlungsfeldbroschüre „Führung“
Idee 2

KOMMUNIKATION

„Miteinander reden!“ – Kommunikation auf Augenhöhe

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  • Sowohl im Fahrzeug als auch am Arbeitsplatz gilt: Kommunizieren Sie klar und wertschätzend. Gehen Sie so mit Verkehrsteilnehmern um, wie Sie selbst behandelt werden wollen. Begegnen Sie anderen Verkehrsteilnehmern mit Respekt, Fairness und Toleranz.
  • Ihnen ist etwas am Fahrzeug aufgefallen? Dann zögern Sie nicht und geben die Information direkt weiter. Die Kollegen werden es Ihnen danken und Sie tragen dazu bei, dass das Fahrzeug im besten Zustand überlassen wird.
Praxishilfe „Gemeinsam besser kommunizieren“
Idee 3

BETEILIGUNG

Direkter Draht – Beschäftigte bei Verkehrssicherheit einbeziehen

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  • Beschäftigte wenden sich bei Problemen und Risiken direkt an Führungskräfte oder feste Ansprechpartner (z.B. Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsbeauftragte). Verbesserungsvorschläge werden z.B. in Morgenrunden, über Formulare, Apps etc. angesprochen.
  • Gefahrensituationen werden in Gesprächsrunden oder Unterweisungen aufgegriffen. Führungskräfte und Beschäftigte entwickeln gemeinsam Ansätze zur Vermeidung.
kommmitmensch-dialoge
Praxishilfe „Lernteams“
Idee 4

FEHLERKULTUR

Aus Fehlern lernen – Fehler und Risiken gezielt erfassen

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  • Beschäftigte werden immer wieder motiviert, Fehler, Unfälle oder auch Beinahe-Unfälle und jede Risikosituation im Straßenverkehr zu melden.
  • Gefahrensituationen werden in Gesprächsrunden oder Unterweisungen aufgegriffen. Führungskräfte und Beschäftigte entwickeln gemeinsam Ansätze zur Vermeidung.
Praxishilfe „Noch mal Glück gehabt – Mit Beinahe-Ergebnissen richtig umgehen“
Idee 5

BETRIEBSKLIMA

„Gut gemacht!“ – sicheres Fahrverhalten wertschätzen

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  • Wer gefährlich unterwegs ist, gefährdet sich und andere. Die echten „Helden“ in Betrieben und Einrichtungen verhalten sich sicher. Beschäftigte, die mit dem eigenen Fehlverhalten prahlen, stoßen auf Unverständnis.
  • Prima Klima: Offene und wertschätzende Atmosphäre im Betrieb sorgt dafür, dass Ideen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ohne Bedenken geäußert werden.
BG Verkehr „Psychologie der Arbeitssicherheit“
Idee 6

SICHERHEIT UND GESUNDHEIT

Gefährdungsbeurteilung – Verkehrssicherheit gehört mit rein

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  • Besprechen Sie regelmäßig bei Teamtreffen gemeinsam mit den Beschäftigten, wo Risiken und Gefährdungen bei der Nutzung von Fahrzeugen im Arbeitsalltag liegen und Maßnahmen ergriffen werden können.
  • Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung ist ein guter und richtiger Ausgangspunkt. Umso wichtiger ist es, dieses Instrument zu pflegen und kontinuierlich mit den Beschäftigten anzupassen.
DVR/DGUV „GUROM – Gefährdungen und Risiken ermitteln“
VBG „Sicher und wirtschaftlich fahren und transportieren - Leitfaden betriebliche Verkehrssicherheitsarbeit“
BGW „Gut ankommen“ – Betriebliche Mobilität sicher gestalten

Unter Kampagne und Toolbox finden Sie viele weitere Informationen und Praxistipps rund um das Thema Kultur der Prävention – für mehr Sicherheit und Gesundheit auch in allen anderen Arbeitsbereichen.

Drei Beispiele für schlaue Ideen

Schlaue Idee: Alleine auf dem E-Scooter fahren und einen Helm tragen

Sicher unterwegs mit dem E-Scooter

Neue Formen der Mobilität brauchen keine neuen Regeln. Um sicher und gesund mit dem E-Scooter unterwegs zu sein reichen einige, altbewährte Grundregeln aus, um große Wirkung zu erzielen.

  • Helme schützen - auch auf dem Scooter.
  • E-Scooter gehören auf Radwege. Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu.
  • Besser allein unterwegs: E-Scooter sind nur für eine Person zugelassen.
  • Nicht ablenken lassen: Unterwegs nie aufs Handy blicken oder Musik hören.

Schlaue Idee: Anrufe auf dem Parkplatz tätigen

Ablenkung kann tödlich sein

Häufigster Aufmerksamkeitsmagnet ist das Smartphone. Insbesondere auf langen und monotonen Strecken wie der Autobahn spielt das Handy eine zentrale Rolle. Aber: Telefonieren per Freisprecheinrichtung lenkt vom Verkehrsgeschehen ab.

  • Wichtige Angelegenheiten nicht während der Fahrt nebenher besprechen.
  • Riskantes Fahrverhalten sollten konsequent angesprochen und Beinaheunfälle thematisiert werden.
  • Führungskräfte gehen mit gutem Beispiel voran und verschonen ihre Beschäftigten während der Fahrt mit Anrufen.

Schlaue Idee: Auf dem Rastplatz das Laptop benutzen

Gefahrlos ankommen im LKW

Bei den Arbeits- und Wegeunfällen im Straßenverkehr hat die Zahl der Unfälle, an denen ein LKW beteiligt war, in den vergangenen Jahren zugenommen. Gerade der sichere Umgang mit dem Fahrzeug und sicheres Verhalten ist von zentraler Bedeutung.

  • Sicherheitstechnischen Neuerungen sollte der Betrieb beim Kauf von Fahrzeugen berücksichtigen.
  • Arbeiten am Computer während der Fahrt ist ein Tabu.
  • Machen Sie regelmäßige Sicherheitschecks – sowohl am Fahrzeug als auch mit den Kolleginnen und Kollegen.
  • Informieren Sie gezielt über technische Veränderungen, Beinaheunfälle und Vermeidung von Unfallgefahren.

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