Weniger Verkehrsunfälle dank schlauer Ideen

2017 verunglückten mehr als 300 Beschäftigte tödlich auf dem Weg zur Arbeit oder bei einer dienstlichen Fahrt – viele Tausende mehr wurden durch Unfälle schwer verletzt. Meistens werden diese Unfälle nicht nur durch das Fehlverhalten der Betroffenen selbst oder anderer Verkehrsteilnehmer verursacht – häufig sind die Ursachen viel komplexer.

Wie lässt sich das wirklich wirksam vermeiden?

Machen Sie Sicherheit und Gesundheit zum Teil Ihrer Unternehmenskultur und etablieren Sie eine Kultur der Prävention.

Schlaue Ideen für mehr Sicherheit und Gesundheit


alles einblenden
Idee 1

Führung

Der Wille zählt – Führungskräfte müssen Verkehrssicherheit wollen

weniger anzeigen
  • Führungskräfte sind Vorbilder, die Verkehrs- und Nutzungsregelungen von Fahrzeugen selbst beachten und kein riskantes Fahrverhalten zeigen.
  • Kommunizieren Sie deutlich, dass ihnen sicheres Verhalten im Straßenverkehr wichtig ist.
  • Sofort aktiv werden, wenn Ihnen Risiken oder riskantes Verhalten auffallen und sagen Sie „STOP“ bei Missachtung von Verkehrsregeln oder überhöhter Geschwindigkeit.
  • Mitmachen ist gefordert – animieren Sie andere Führungskräfte, diese Vorreiterrolle ohne Ausnahme mitzutragen.
DVR „Praxishilfe – Sicherheit auf allen Wegen“ Handlungsfeldbroschüre „Führung“
Idee 2

KOMMUNIKATION

„Miteinander reden!“ – Kommunikation auf Augenhöhe

weniger anzeigen
  • Sowohl im Fahrzeug als auch am Arbeitsplatz gilt: Kommunizieren Sie klar und wertschätzend. So wie Sie mit Verkehrsteilnehmern umgehen, so werden auch Sie wahrgenommen. Begegnen Sie anderen Verkehrsteilnehmern mit Respekt, Fairness und Toleranz.
  • Ihnen ist etwas am Fahrzeug aufgefallen? Dann zögern Sie nicht und geben die Information direkt weiter. Die Kollegen werden es Ihnen danken und Sie tragen dazu bei, das Fahrzeug im besten Zustand überlassen wird.
Praxishilfe „Gemeinsam besser kommunizieren“
Idee 3

BETEILIGUNG

Direkter Draht – Beschäftigte bei Verkehrssicherheit einbeziehen

weniger anzeigen
  • Beschäftigte wenden sich bei Problemen und Risiken direkt an Führungskräfte oder feste Ansprechpartner (z.B. Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsbeauftragte) oder sprechen diese mit Verbesserungsvorschlägen an (z.B. in Morgenrunden, über Formulare, Apps etc.).
  • Gefahrensituationen werden in Gesprächsrunden oder Unterweisungen aufgegriffen. Führungskräfte und Beschäftigte entwickeln gemeinsam Ansätze zur Vermeidung.
kommmitmensch-dialoge
Praxishilfe „Lernteams“
Idee 4

FEHLERKULTUR

Veränderung leben – Fehler und Risiken gezielt erfassen

weniger anzeigen
  • Beschäftigte werden immer wieder motiviert, Fehler, Unfälle oder auch Beinahe-Unfälle und jede Risikosituation im Straßenverkehr zu melden.
  • Gefahrensituationen werden in Gesprächsrunden oder Unterweisungen aufgegriffen. Führungskräfte und Beschäftigte entwickeln gemeinsam Ansätze zur Vermeidung.
Praxishilfe „Noch mal Glück gehabt – Mit Beinahe-Ergebnissen richtig umgehen“
Idee 5

BETRIEBSKLIMA

„Gut gemacht!“ – sicheres Fahrverhalten wertschätzen

weniger anzeigen
  • Die echten „Helden“ in Betrieben und Einrichtungen verhalten sich sicher. Beschäftigte, die mit dem eigenen Fehlverhalten prahlen, stoßen auf Unverständnis. Wer gefährlich unterwegs ist, gefährdet sich und andere.
  • Prima Klima: offene und wertschätzende Atmosphäre im Betrieb sorgt dafür, dass Ideen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ohne Bedenken geäußert werden.
BG Verkehr „Psychologie der Arbeitssicherheit“
Idee 6

SICHERHEIT UND GESUNDHEIT

Gefährdungsbeurteilung – Verkehrssicherheit gehört mit rein

weniger anzeigen
  • Prüfen Sie regelmäßig gemeinsam mit den Beschäftigten, wo Risiken und Gefährdungen bei der Nutzung von Fahrzeugen im Arbeitsalltag liegen und Maßnahmen ergriffen werden können.
  • Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung ist ein guter und richtiger Ausgangspunkt. Umso wichtiger ist es, dieses Instrument zu pflegen und kontinuierlich mit den Beschäftigten anzupassen.
DVR/DGUV „GUROM – Gefährdungen und Risiken ermitteln“
VBG „Sicher und wirtschaftlich fahren und transportieren - Leitfaden betriebliche Verkehrssicherheitsarbeit“

So wird aus einer blöden Idee eine schlaue Idee

Sicher und gesund auf dem Arbeitsweg

  • Gehen Sie als Führungskraft mit gutem Beispiel voran. Telefonate während der betrieblichen Fahrt werden minimiert – fangen Sie bei den Anrufen aus dem eigenen Unternehmen direkt damit an.
     
  • Mit klaren Anweisungen an alle Beteiligten sorgen Sie für mehr Sicherheit. Informieren Sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig und konsequent über die Regeln zur sicheren Nutzung von Telefon und Freisprecheinrichtung im Fahrzeug.
     
  • Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erfahren im Straßenverkehr.  Beziehen Sie alle Beteiligten frühzeitig ein, wenn Kommunikationseinrichtungen geplant und angeschafft werden.
     
  • Schaffen Sie gezielte Gesprächsanlässe für die Erlebnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beinahe-Unfälle werden gezielt kommuniziert, Fehlverhalten thematisiert –  ermutigen Sie dazu, die „Glück gehabt“-Momente zu teilen.
     
  • Helden im Straßenverkehr sind die, die sicher und vorausschauend fahren. „Rowdytum“ wird ein Riegel vorgeschoben – kommunizieren Sie klar und deutlich und ermutigen Sie die Kolleginnen und Kollegen dem „Rowdytum“ zu begegnen.
     
  • Machen Sie regelmäßige Sicherheitschecks – sowohl am Fahrzeug als auch mit den Kolleginnen und Kollegen. Informieren Sie gezielt über technische Veränderungen, erstellen Sie Checklisten und Arbeitshilfen für den kurzen Selbstcheck.

Mit dem Fahrrad gefahrlos zur Arbeit und sicher nach Haus

  • Als Führungskraft mit gutem Beispiel vorangehen und voranfahren. Ihr Rad hat jeden Sicherheitscheck bestanden. Der Helm sitzt und das Handy bleibt in der Tasche.
     
  • Machen Sie „Sicheres Radfahren zum Thema“ – gerade in Betrieben und Einrichtungen. Informieren Sie gezielt zu Fahrradsicherheit, Vermeidung von Unfallgefahren oder einfach nur zum sichersten Weg zur Arbeit.
     
  • Mitmachen lohnt sich – beteiligen Sie sich an Radfahraktionen oder initiieren Sie diese einfach selbst. So bleiben Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gesund und die Umwelt profitiert direkt mit.
     
  • Bleiben Sie aufmerksam und sprechen offen über eigene Fehler und die Fehler der anderen. So helfen Sie, künftige Unfälle zu vermeiden und leben echte Fehlerkultur in Unternehmen und Einrichtungen.
     
  • Radfahren macht Spaß. Nutzen Sie gemeinsame Aktionen mit dem Rad, um mit Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen und machen Sie Verkehrssicherheit so zum alltäglichen Thema.
     
  • Machen Sie den Sicherheitscheck. So wird die Unterweisung zum kreativen Gespräch über die sichere Ausrüstung, die besten Strecken und das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

Gefahrlos ankommen im LKW

  • Achten Sie als Führungskraft schon bei der Disposition auf Sicherheit und Gesundheit. Ist ein Termin nur mit unsicherer Fahrweise zu schaffen ist,  dann suchen Sie mit dem Fahrer gemeinsam eine Lösung.
     
  • Sicherer Umgang mit dem Fahrzeug und sicheres Verhalten im Straßenverkehr ist Dauerthema. Suchen Sie das Gespräch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und  fördern Sie die Kommunikation.
     
  • Fahrerinnen und Fahrer kennen ihr Fahrzeug am besten – sicherheitsrelevante Einrichtung wird dann akzeptiert, wenn Sie gemeinsam ausgewählt und eingebaut wird.
     
  • Beinahe-Unfälle sind wert, darüber zu reden. Nutzen Sie Teamtreffen für die Diskussion und ermutigen Sie die Mitarbeitenden, über die Erlebnisse zu berichten. Denn gut erzählt ist fast wie selbst erlebt.
     
  • Sicherheit und Gesundheit hat auch mit Klimawandel zu tun. Geben Sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, ihre Anliegen zu äußern.  Riskantes Fahrverhalten ist tabu – und wird konsequent angesprochen.
     
  • Machen Sie regelmäßige Sicherheitschecks – sowohl am Fahrzeug als auch mit den Kolleginnen und Kollegen. Informieren Sie gezielt über technische Veränderungen, Beinaheunfälle und  Vermeidung von Unfallgefahren.
Zur Bestellliste hinzugefügt
zur Bestellübersicht (0)